
Myome, Endometriose, Adenomyosis uteri
Myome, Endometriose, Adenomyose
Häufige Ursachen für Schmerzen, Blutungsstörungen und unerfüllten Kinderwunsch
Myome, Endometriose und die sogenannte Adenomyose (auch „innere Endometriose“) sind gutartige, aber oft belastende Erkrankungen der Gebärmutter. Sie betreffen viele Frauen im gebärfähigen Alter und können eine Vielzahl von Symptomen verursachen – von starken Menstruationsblutungen bis hin zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder unerfülltem Kinderwunsch.
Ein entscheidender erster Schritt zur Diagnose ist der vaginale Ultraschall (transvaginale Sonographie) – eine schmerzfreie, strahlungsfreie Untersuchung, die sich hervorragend zur Beurteilung der Gebärmutter, Schleimhaut und Eierstöcke eignet. Diese Untersuchung wird nicht standardmäßig im Rahmen der gesetzlichen Vorsorge durchgeführt, kann aber als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Anspruch genommen werden.
Myome – meist gutartig, aber oft störend
Myome sind gutartige Muskelknoten der Gebärmutter, die sich in der Gebärmuttermuskulatur (Myometrium) entwickeln. Sie gehören zu den häufigsten gutartigen Tumoren bei Frauen:
👉 Bis zu 70 % aller Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens ein oder mehrere Myome, meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr.
Mögliche Beschwerden:
- Starke oder verlängerte Regelblutungen
- Druckgefühl im Unterbauch
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- Erschwerter Eintritt oder Verlauf einer Schwangerschaft
Besonders relevant ist die Lage des Myoms: Submuköse Myome (nahe der Gebärmutterschleimhaut) können die Einnistung einer Eizelle behindern und so zu unerfülltem Kinderwunsch oder Fehlgeburten führen.
Ethnische Unterschiede:
Frauen afrikanischer Herkunft sind signifikant häufiger und früher von Myomen betroffen – oft mit stärkerem Wachstum und ausgeprägteren Beschwerden.
Endometriose – weit verbreitet, oft lange unerkannt
Bei der Endometriose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter – zum Beispiel an den Eierstöcken, dem Bauchfell, an Darm, Blase oder sogar im Zwerchfell. Diese versprengten Gewebeinseln durchlaufen den hormonellen Zyklus mit und führen zu Entzündungen, Verwachsungen, Zystenbildung und Narben.
🔍 Schätzungen zufolge sind 10–15 % aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen – dennoch dauert es oft Jahre bis zur Diagnose, weil die Beschwerden nicht immer eindeutig sind und oft als „normale Regelschmerzen“ abgetan werden.
Häufige Symptome der Endometriose:
- Starke Regelschmerzen (Dysmenorrhoe), oft nicht durch Schmerzmittel beherrschbar
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), v. a. bei tiefer Penetration
- Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen, besonders während der Menstruation
- Chronische Unterbauch- oder Rückenschmerzen, unabhängig vom Zyklus
- Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen im Zusammenhang mit dem Zyklus
- Zwischenblutungen
- Chronische Müdigkeit / Erschöpfung
- Unerfüllter Kinderwunsch – Endometriose ist eine der häufigsten Ursachen
Ein vaginaler Ultraschall kann typische Veränderungen wie Endometriosezysten (Endometriome) sichtbar machen und Hinweise auf Verwachsungen liefern. Zwar lässt sich nicht jede Form der Endometriose per Ultraschall erkennen, doch er ist ein wichtiger erster Schritt in der Diagnostik und hilft, die richtige weiterführende Behandlung einzuleiten.
Adenomyose – die „innere Schwester“ der Endometriose
Bei der Adenomyose handelt es sich um eine Sonderform der Endometriose, bei der Gebärmutterschleimhaut in die Muskelschicht der Gebärmutter einwächst. Sie betrifft besonders häufig Frauen zwischen 35 und 50 Jahren, kann aber auch bei Jüngeren vorkommen.
Typische Anzeichen:
- Sehr schmerzhafte, verlängerte oder verstärkte Regelblutung
- Dauerschmerzen im Beckenbereich
- Chronische Müdigkeit
- Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit
Die Adenomyose ist im vaginalen Ultraschall oft schwerer zu erkennen als Myome, aber durch erfahrene Untersucher gut darstellbar – z. B. anhand einer verdickten Gebärmutterwand, kleiner Zysten oder einer unregelmäßigen Struktur.
Früherkennung durch Ultraschall – Sicherheit durch Klarheit
Viele Beschwerden lassen sich durch eine gezielte Ultraschalluntersuchung abklären. Der vaginale Ultraschall ist dabei ein besonders präzises Verfahren zur Darstellung der Gebärmutter und ihrer Umgebung. Er eignet sich ideal:
- zur Abklärung von Zyklusstörungen, Schmerzen oder Blutungen,
- bei unerfülltem Kinderwunsch,
- zur Kontrolle von Myomen oder Zysten,
- oder zur Früherkennung unentdeckter gynäkologischer Veränderungen.
Da diese Untersuchung nicht routinemäßig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, bieten wir sie als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an.
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